Sparangebot „Lass Knacken“ und Westbesuch

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„Einmal Sparangebot ‚Lass Knacken‘ und einen kleinen Kaffee bitte“ bestelle ich betont freundlich.
Tankstellenwirte auf Rastätten sind der Beschleunigung und der Verkümmerung höflicher Umgangsformen besonders ausgesetzt. „Das ist kein Sparangebot!“ sagt der Shellkassierer recht knapp. Auf seinem roten Polo-Shirt macht er durch ein Ferrarie-Symbol darauf aufmerksam, dass Shell sich im Motorsport angagiert. „Was auf einer Rastätte mit Wurst und Brötchen zu tun hat und unter 2 Euro kostet, muss aber ein Sparangebot sein.“ denke ich mir, sage es aber nicht. Schliesslich wird es unter Betonung der 99 hinter dem Komma durch eine deutlich sichtbare Werbung im Kassenbereich beworben. Na ja! Kurz überlege ich, ob ich den Fernfahrer darauf anspreche ob er am Spielautomaten schon etwas gewonnen hat. Auch die beiden Handwerker, die vermutlich von Montage zurückkommen, frage ich nicht, ob sie sich auch für das Sparangebot ‚Lass Knacken‘ enschieden haben.
Es ist Freitagabend auf dem Gelände der ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstation. Irgendwie herrscht eine gelöste Stimmung. Man freut sich, nach Hause zu kommen. Fahrzeuginsassen scherzen miteinander bei einer Zigarette. Die die mit dem Rauchen aufgehört haben verschrenken die Hände in den Hosentaschen. Familienväter hasten zum Kombi oder erklären der Frau am Telefon, warum sie immer noch nicht da sind. „Stau auf der A6 nördlich von Gießen.“ Auch ich bin in einer ähnlichen Situation, nur dass ich noch schreiben muss, weil sonst wieder alles aus dem Kopf fällt.

Der Westbesuch hat drei Tage gedauert. Vor meiner Abfahrt aus Leipzig hatte ich festgestellt, dass man in der Digitalkammera Bilderserien einen Namen geben kann und sie einem Datumsbereich, in welchem sie geschossen werden, zugeordnet werden können. Westbesuch also. Vielleicht ist es auf den Digitalfotos von Bücherbeständen als Wasserzeichen zu sehen.

5 Städte, 12 Bibliotheken und 1324 gefahrene oder gestaute Kilometer. Zwei Kaffee XXL für 3,40, ein Sparangebot ‚Lass Knacken‘ das keins war und was sich in der Kühltasche befand, gabs zu Essen. Verschiedene Klangfarben im Deutschen waren zu entdecken vorallem in Aachen, Saarbrücken und der Hausmeister in Mannheim.
Gefühlte zwei Stunden Sekundenschlaf und die erneute Erkenntnis, dass V-Power Benzin die Leute an höhere Energiepreise gewöhnen soll. So ein Teil des Resümees. Denken muss ich aber auch an Bibliothekarinnen, die alleine gelassen werden mit ihren Büchern und dem Schicksal derer. Chefs die sich in den Digitalisierungswahn verbissen haben und kein Verständnis für die Details einer Zusammenlegung oder eines Umzugs haben KÖNNEN. Das ist auch Inflation. Inflation einer Wertschöpfung für Bücher. Ohne Innehalten werden Entscheidungen getroffen, die sich gegen das Habtische und für Digitalität entscheidet. Komisch nur, dass beim Digitalisat nie das Gefühl aufkommt, es zu besitzen. Es verbleibt den Bibliothekarinnen den Strukturwandel umzusetzen. Zum Dank werden sie dann als verhuscht wahrgenommen. Na ja!

Schön ist auch immer der abendliche Besuch bei Freunden oder dieses Mal bei der Tante in Düsseldorf. Wie man sich in Gesprächen bis tief in die Nacht über die Leben auf den aktuellen Stand bringt. Fast noch schöner ist dann der angebotene Kaffee beim ersten Termin am Morgen. „Setzen Sie sich doch erst Mal.“

Jugendliche sitzen jetzt zu siebt im Kleinwagen der Mutti, um auf Party zu fahren. Zeit auch für mich endlich anzukommen.

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According to the British newspaper The Independent
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